Fine Art Print 2025
Jedes Jahr entsteht aus besonderen Begegnungen mit Kunst, Architektur und Reisen ein neues fotografisches Werk, das als Fine Art Print unserer Weihnachtskarte beiliegt. Diese Tradition begleitet mich nun schon seit vielen Jahren – als persönlicher Abschluss zur Fotografie des vergangenen Jahres und als Einladung, den Blick auf das scheinbar Bekannte neu zu schärfen.

Das grundlegende Foto aufgenommen auf dem Leuchttisch

Das fertige Bild nach der Bearbeitung
mit dem Solarisation-Effekt
Im vergangenen Jahr stand eine Reihe außergewöhnlicher Museumsbesuche im Mittelpunkt: das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden (Architektur: Fumihiko Maki), in Paris Fondation Louis Vuitton (Architektur:Frank O. Gehry), die Fondation Cartier pour l’Art Contemporain (Architektur:Jean Nouvel) sowie die Bourse de Commerce – Pinault Collection (Architektur:Tadao Ando) und, natürlich wie in jedem Jahr!!, das Chateau La Coste ein ganz besonderer Ort in der Provence.
Orte, an denen Architektur und Kunst auf besondere Weise ineinandergreifen – Räume, die selbst Teil des künstlerischen Erlebnisses werden.
Die Idee für das diesjährige Foto entstand beim Besuch des Arp Museums Bahnhof Rolandseck in Remagen (Architektur:Richard Meier). Dort zeigte der deutsche Fotokünstler Axel Hütte, ein Meisterschüler aus der legendären Becher-Klasse der späten 70er Jahre an der Düsseldorfer Kunstakademie, eine bemerkenswerte Ausstellung seiner Arbeiten. Besonders beeindruckend war eine neue Serie, entstanden während der Pandemie, in der er eine alte, analoge Dunkelkammertechnik – die Umkehrentwicklung – in den digitalen Kontext überführt. Das Ergebnis: Motive, die in einem auf Aluminium gedruckten Digitalverfahren leuchten und fast körperlich präsent erscheinen.
Diese Schnittstelle von klassischem Handwerk und digitaler Transformation wurde auch zur Inspiration für mein eigenes Werk. Die experimentellen Verfahren der frühen Fotografen lassen sich auch heute in der „digitalen Dunkelkammer“ nachempfinden und weiterentwickeln.
Bei dieser Recherche stieß ich zudem auf einen weiteren Schüler der Becher-Schule: Thomas Ruff, der in seiner Serie flower.s die Technik der Solarisation in das digitale Zeitalter überträgt. Seine Arbeit wie auch die Hütte’schen Experimente bilden den gedanklichen Resonanzraum für den von mir zugefügten Print.
Ein Bild, das – genau wie die besuchten Museen – von Transformation erzählt: vom Dialog zwischen Licht und Materie, Vergangenheit und Gegenwart, analoger Alchemie und digitaler Präzision.

Umkehrentwicklung & Spiegelung
aus meiner in 2025 begonnenen Serie
Für das Jahr 2026 wünschen wir euch Zeit und Neugier für eigene, inspirierende Entdeckungen !
„Live is a journey – enjoy the ride“
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